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Yambo Ouologuem: Eine alternative Geschichte der Kolonisierung Afrikas

»Das Gebot der Gewalt« des malischen Autors Yambo Ouologuem (1940-2017), 1968 mit dem Prix Renaudot ausgezeichnet, erzählt die über mehrere Jahrhunderte währende Geschichte des imaginären west-afrikanischen Reiches Nakem und der fiktiven Dynastie der Saïfs, die sich mit Gewalt, schwarzer Magie und diplomatischer List an der Macht hält.

Ouologuem beschreibt scharfsinnig und unerschrocken, wie Fremdherrschaft, Dislokation und Versklavung in Afrika bereits vor der Ankunft der Kolonisatoren gegenwärtig waren und hinterfragt so den von seinen Zeitgenossen geprägten Diskurs der Négritude. Auch 50 Jahre nach Erscheinen ist der Roman in Zeiten von Boko Haram und IS und der Debatte um die Rückgabe afrikanischer Kunstgegenstände verstörend aktuell.

 

Pressestimme:

ein Stück Zeit- und Kulturgeschichte, (…) ein wahrer Glücksfall. Denn dieser Roman öffnet mit großer literarischer Kraft auch heute noch eine neue Perspektive auf die koloniale Vergangenheit und auf die postkoloniale Gegenwart. (…) Die literarische Wucht seiner ebenso klaren wie poetischen Sprache ist dabei ungebrochen. Ouologuem war seiner Zeit weit voraus.

Cornelius Wüllenkemper, Deutschlandfunk

 

 

Shobha Rao: Mädchen brennen heller

Purnima und Savita sind arm, sie sind ehrgeizig, und sie sind Mädchen – keine guten Voraussetzungen für ihre Zukunft.

Nach dem Tod ihrer Mutter hat die 16-jährige Purnima wenig Trost in ihrem Leben. Sie muss sich um ihre Geschwister kümmern, während ihr Vater sie unbedingt verheiraten will. Als die ein Jahr ältere Savita in den Haushalt kommt, um an einem der Sari-Webstühle zu arbeiten, ist Purnima fasziniert von ihrer Leidenschaft und Unabhängigkeit und beginnt, sich ein Leben jenseits einer Zwangsehe vorzustellen. Doch Savita wird das Opfer einer verheerenden Gewalttat und flieht aus dem Dorf. Bald lässt auch Purnima alles hinter sich, um ihre Freundin wiederzufinden. Die Suche führt sie auf eine erschütternde Reise, in die dunkelsten Winkel der indischen Unterwelt, bis in die USA.

Der Roman wechselt zwischen den Perspektiven der jungen Frauen, während die Wendungen des Schicksals unerbittlich scheinen. Allein die Freundschaft hilft ihnen, die Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben aufrecht zu erhalten.

In einer atemberaubenden Prosa erzählt Shobha Rao von den drängendsten Problemen, mit denen Frauen heute nicht nur in Indien konfrontiert sind: Armut, häuslicher Missbrauch, Misogynie, Zwangsehe. Ein Roman von tiefer Menschlichkeit und eine bewegende Meditation über die Freundschaft. Unvergesslich.

Erscheint am 2. September 2019

 

 

Milena oder der schönste Oberschenkelknochen der Welt

Jorge Zepeda Patterson führt uns quer durch Europa nach Amerika, entlang der gewaltigen Netzwerke von Kapital, Daten und Verbrechen, die unsere globalisierte Welt verbinden. In Milena begegnen wir einer unvergesslichen Frau, die uns daran erinnert, dass die Opfer der modernen Missstände nicht bloße Statistik, sondern Individuen aus Fleisch und Blut sind.

In atemberaubendem Tempo und psychologisch subtil erzählt, exzellent recherchiert – eine Entdeckung!

 

 

 

Pressestimmen:

Der Leser spürt: Jorge Zepeda Patterson kennt sich aus im Thema. Außerdem schreibt er klar und schnörkellos und versteht es, Hochspannung aufzubauen. Einmal begonnen, kann man »Milena oder der schönste Oberschenkelknochen der Welt« nicht mehr aus der Hand legen.
Eva Karnofsky, WDR 5

Raffiniert aufgebaut und komplex ist dieser Plot. […] Dass Zepeda Patterson auf knallharte Fakten setzt und nicht auf voyeuristische Beschreibungen, macht den Thriller […] besonders realistisch. Und politisch.
Hanspeter Eggenberger, Tages-Anzeiger

Was mir positiv aufgefallen ist: das Buch hat starke weibliche Protagonistinnen. Angefangen von der Anführerin der Gruppe, der Politikerin, bis zu Milena selbst, die trotz aller Widrigkeiten versucht am Leben zu bleiben. Diese Frauen sind stark, sie finden sich nicht mit der Opferrolle ab. Fans des amerikanischen Autoren Don Winslow könnten dieses Buch mögen.
Ziphora Robina, Bremen Zwei

 

 

Unsere Herbstvorschau 2019, die erste gemeinsame von Elster & Salis:

Gemeinsam stark in die Zukunft – der Elster Verlag und der Salis Verlag fusionieren

Die traditionsreiche Elster Verlagsbuchhandlung AG und der renommierte Salis Verlag fusionieren per 1.1.2019. Salis-Gründer und -Verleger André Gstettenhofer (46) übernimmt die Geschäftsleitung und Programmverantwortung der neuen Elster & Salis AG. Unter dem Label Elster erscheint ab Frühjahr 2019 internationale Belletristik, unter dem Label Salis weiterhin deutschsprachige Belletristik und populäre Sachbücher.

Die Pressemeldungen dazu:

Persönlich

Börsenblatt

Buchreport

Buchmarkt

 

Ursula Markus gewinnt Lifetime-Award an der Photo 19

Wir gratulieren Ursula Markus, die an der Photo 19 den Lifetime-Award für ihr Lebenswerk erhält. Im Elster Verlag erschienen sind ihre Fotografien im Buch »Der Flüchtlingschor« von Christoph Homberger (erhältlich) und in »Das Geschlecht der Seele« von Tanja Polli (vergriffen).

 

Und hier unsere neue Frühjahrsvorschau:

Das Kunstversprechen – Lebensgeschichte eines Bildes

In ihrem spannenden Essay erzählt die Kunsthistorikerin Marianne Karabelnik das Leben eines einzelnen Bildes von Ferdinand Hodler.

Die Zeitreise der Heiligen Stunde beginnt im aufregenden Kunstmilieu Berlins der 1910er-Jahre bei Hodlers legendärem Kunsthändler Paul Cassirer und verknüpft mit den geographischen Stationen der nachfolgenden Besitzer das Persönliche mit einer facettenreichen Zeitgeschichte und ihrem wechselvollen Umgang mit der Kunst.

 

 

Das sagt die Presse:

Mit grosser Sorgfalt und Formulierkunst vereint Marianne Karabelnik verschiedene Ebenen: die […] Provenienzforschung mit der Biografie Hodlers, das Auf und Ab seiner Wertschätzung mit dem Wandel des Zeitgeistes und der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die Fülle auf knappem Raum ist anspruchsvoll, doch ungemein reichhaltig.

Kathrin Meier-Rust, NZZ am Sonntag

 

Ein kluges Buch voller Geschichten und Einsichten. Es liest sich wie ein Krimi und erklärt auf unterhaltsame Art, was geschieht, wenn ein Künstler sein Werk in die unheilige Welt entlässt wie Hodler seine „Heilige Stunde“.

René Ammann, Beobachter

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Daniel Levin

Daniel Levin führt ein in die verschlossene und absurde Welt der Mächtigen und enthüllt mit viel Humor ihre rechtfertigenden Verrenkungen für eigennützige und skrupellose Handlungen.

ISBN: 978-3-906903-07-1